Gymnasium Ganderkesee

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Eltern

Mitteilung an die Eltern, März 2011

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Liebe Eltern,

der Presse haben Sie entnehmen können, dass die mögliche Einführung eines gymnasialen Angebotes an der zukünftigen Oberschule in Bookholzberg Sorgen um den Bestand des Gymnasiums Ganderkesee auslöst. Wie zahlreiche Anfragen zeigen, möchten Sie als Eltern unserer jetzigen (und hoffentlich auch zukünftigen) Schülerinnen und Schüler über die sachliche Basis dieser Einschätzung informiert sein.

Daher hier die Faktenlage: Der Landkreis Oldenburg prognostiziert, dass in Ganderkesee in den folgenden Jahren die Zahl der Kinder um ungefähr ein Drittel sinken wird. Man mag sich fragen, wie weit man diesen Zahlen trauen kann; leider hat sich die im Jahr 2008 erstellte Prognose des Landkreises Oldenburg, bei der auch Zuzüge schon eingerechnet sind, in den Jahren 2009 und 2010 bereits bestätigt.

Da der gymnasiale Zweig einer Oberschule kein „Gymnasium light“ sein soll, sondern die gleichen Ansprüche gestellt werden wie an einem Gymnasium, würden sich die Ganderkeseer Kinder mit Gymnasialempfehlungen (das sind seit Jahren 40 bis 45% eines Jahrgangs) auf zwei Standorte verteilen, von denen dann keiner ein wirklich lukratives Angebot (Fremdsprachen, Musikprofil, AGs, Förderangebote etc.) machen könnte. Besonders betroffen wäre die Oberstufe, denn hier können die Schülerinnen und Schüler einen Teil ihrer Kurse („Profil“) wählen. Ein attraktives Angebot kann nur zustande kommen, wenn die Gesamtschülerzahl in der Oberstufe hoch bleibt – bei einer geringen Schülerzahl müssten wir uns auf wenige „Standardprofile“ beschränken. Schülerinnen und Schüler mit anderen Wünschen würden an andere Gymnasien wechseln müssen, in denen es das gewünschte Profil gibt –mit dem Effekt, dass bei uns die Oberstufe austrocknet und in Ganderkesee mittelfristig möglicherweise kein Abitur mehr möglich ist.

In Anbetracht unserer vollen Klassen und der nur mäßig gemütlichen Container-Klassenräume mag es merkwürdig erscheinen, dass man sich über sinkende Schülerzahlen Sorgen machen muss. Andererseits werden jetzt Entscheidungen über die Schulstruktur in den nächsten Jahrzehnten getroffen.

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